Heute Lübeck…

Holstentor, weißte noch 50, – – DM?

Thomas Mann und die Buddenbrooks stehen hier für echtes Marketing. Jeder Satz im Roman trägt vermutlich zur Gewinnmaximierung der ansässigen  Geschäfte bei.

Natürlich auch beim „Niederegger“ Werksverkauf. Obwohl da gar nicht geschrieben wurde: „Ich wörde die ganze Zockerböchse nehmen, mein Kend!“

Man übt beim überbordenden Angebot dort automatisch Zurückhaltung, denn am Ende empfiehlt Dr. Grabow dann wieder wie bei mehreren anderen Gelegenheiten „Ein wenig Taube, ein wenig Franzbrot …“,

Franzbrot? Taube?

Und schon…

… geht der Besuch bei meinen Wurzeln dem Ende zu. Wie üblich sitze ich am Bahnhof in der Nähe meines früheren Nistkastens und bin satt und angefüllt.

Mit Liebe, also Rübensirup, Wurst und Markteiern abgefüttert von der emsigen Mama. Die grauen Federn hat sie immer gut im Griff. Der Mütterling in ihr flattert nun nicht mehr ganz so schnell, aber schnattern, das funktioniert auch im Sitzen bestens.

Wie unsichtbare Pfade verbinden sich ihre Geschichten miteinander, ergeben Bilder, die dann zu meinen eigenen Erinnerungen wurden und werden. Hier und da gewürzt mit versch(r) obenen Perspektiven und manchen  Lästerein. Ja, das funktionierte schon immer und wird vermutlich nie langweilig in diesem, ihrem Nistkasten.

Hoch oben in Wolkenkuckucksheim.

Mein Nest – schön war es jetzt und ein bißchen traurig auch, weil die Zeit vergeht.

Och…

… E. und ich mussten unsere Missetat vom 1.5. canceln und auf Himmelfahrt verschieben.

Gründe:

* mittelfitte Gesamtverfassung bei der Einen

* Kreislaufprobleme bei der Anderen

Wir bleiben dran!

Ausserdem passt Himmelfahrt als Feiertag besser zum Thema Alltagsdroge, oder?

Mit KI erstellt am 3.5.24 – Hui!

Ich bin…

… am „Tag der Arbeit“ , also 1. Mai, mit E. zum Kiffen verabredet.

Es war eine längere Abstimmung, weil irgendwie immer was dazwischen kam.

  • Elternabend
  • Urlaub
  • Schnupfen

Aber jetzt, jetzt, wird es passieren. Wir suchen uns eine Bank im Park, weit weg vom Spielplatz. Wir werden unsere Sitzkissen von Tchibo unter unsere Popos schieben und dann…

Ja!

Was?

Wie ging das nochmal?

Gras aus Amsterdam in die langen Blättchen bröseln. Glaub‘ ich.

Oder E.? Wie ging das?

Quelle: Postkarte gestaltet von
Inge Löök „aunties No. 8“

Und dann…

… war da noch diese Frau, gestern auf dem Gehweg unserer Stadtteileinkaufsmeile.

Ich hatte schon gleich das Gefühl, das da was mitschwang, etwas in ihrem Gang war auffällig. Etwas mit Emotionen, die so nicht zu greifen waren.

Man erkennt sich ja in anderen, wenn es in einem selber nistet.

Sie steuerte also zielstrebig auf den Eingang einer großen, schicken Supermarkt-Filiale, die mit dem rot-weißem Logo, zu.

Gut dachte ich, eine Realschul-Lehrerin geht zum Einkaufen. Hinweise auf Drogenkonsum, konnte ich nicht feststellen.

Sie blieb abrupt vor dem Eingang stehen, ging jedoch nicht weiter hinein, sondern hub an mit Schimpf. Unverständlichem Wort-Tetris der zur akustischen Herausforderung anschwoll. Dann ging sie den Weg ein Stück zurück, nahm kurz Anlauf, rannte gegen die geschlossene Tür des Geschäfts und schlug mit beiden Händen auf die rot-weißen Klebeschilder ein. Begleitet wurde ihr Tun erneut mit fortlaufendem Sound von Beschimpfungen.

Gegen wen oder was?

Ich hatte es aufgegeben, ihre Worte verstehen zu wollen oder was ihr Motiv hätte sein können.

Aber verstanden hatte ich trotzdem!

Ausgefastet…

… bin ich seit einer Woche. Hat echt richtig gut getan.  Leider nur sind auch die Ideen für den Blog gerade flöten resp. FASTEN gegangen.

Die kommen bestimmt bald zurück. Morgen gönne ich mir auf jeden Fall – mit dem lieben Mann zusammen – ein Schoko-Seminar bei

https://www.michis-schokoatelier.de/

und dann sehen wir weiter.

Schokolade und Fasten, das gehört doch zamme.

Et voila!

Ohrwurm…

… No. II. Das Thema hatte ich bereits 2023 einmal.

Heute hat er mich erneut erwischt. Ganz miese Sache, deshalb möchte ich es euch nicht vorenthalten:

Schönes Wochenende!!!!!

Quelle: Youtube

Beerdigungen…

… so traurig sie sind, für mich sind sie Veranstaltungen der nicht beherrschbaren Lachattacken.

Ich schäme mich dafür in Grund und Boden. Es tut mir so leid. Aber ich habe mich dann nicht mehr unter Kontrolle.

Vielleicht ein sehr persönlicher Weg, mit Abschied umzugehen?

Urheberin vor so vielen Jahren war die hochbetagte Tante Helene, die, weil sie ihr Hörgerät bei der Trauerfeier ihrer Schwester vergessen hatte, lautstark fragte: „Wo issn jezz die Urnee?“ Das alberne Gegacker meiner Cousine und Schwester?

Unvergessen.

Bei der Abschiedsfeier von Onkel Herbert saßen wir erneut in ungünstiger Konstellation. Meine Schwestern neben mir, vor uns unsere Mama. Die geräumige Kapuze ihrer Jacke ragte über die Stuhllehne. Da hatte ich dann plötzlich die Vision, man könne Geranien dort, anstatt in Balkonkästen,  hineinpflanzen. Leise flüsterte ich meiner Schwester die Idee zu.

Es folgte, wie zu erwarten, ein Gackern, verbunden mit, vor lautlosem Lachen, bebenden Schultern.

Als ich sah, was ich damit angerichtet hatte, war ich kaum noch zu bändigen. Mühsam suchte ich nach Fassung, bekam deswegen kaum Luft und kniff mir grunzend in die Hand. Der letzte Ausweg: ich dachte an mathematische Gleichungen, bis dann echte Tränen liefen.

Alles so dicht beieinander…

Auf Reisen…

In einem Zug, wo Menschen hetzen,
Liegt einsam eine Handtasche, vergessen.
Sie ruht still, ohne Besitzerin zu seh’n,
Allein, im Lichte der Bahn, so schön.

Die Handtasche erzählt Geschichten stumm,
Von Reisen weit und vom Trubel drumherum.
Sie war dabei in Städten und auf dem Land,
Getragen von einer Hand, fest und sanft.

Doch jetzt liegt sie hier, verlassen, allein,
Im Rhythmus des Zuges, in ihrem Schein.
Vielleicht wird sie bald von jemandem gefunden,
Der sie hegt und pflegt, bis zum nächsten Runden.

Denn eine Handtasche ist mehr als nur Stoff,
Sie trägt die Erinnerungen, wohin auch oft.
Im Zug der Zeit, im Strom der Reise,
Bleibt sie ein treuer Begleiter auf leisen Weise.