… so traurig sie sind, für mich sind sie Veranstaltungen der nicht beherrschbaren Lachattacken.
Ich schäme mich dafür in Grund und Boden. Es tut mir so leid. Aber ich habe mich dann nicht mehr unter Kontrolle.
Vielleicht ein sehr persönlicher Weg, mit Abschied umzugehen?
Urheberin vor so vielen Jahren war die hochbetagte Tante Helene, die, weil sie ihr Hörgerät bei der Trauerfeier ihrer Schwester vergessen hatte, lautstark fragte: „Wo issn jezz die Urnee?“ Das alberne Gegacker meiner Cousine und Schwester?
Unvergessen.
Bei der Abschiedsfeier von Onkel Herbert saßen wir erneut in ungünstiger Konstellation. Meine Schwestern neben mir, vor uns unsere Mama. Die geräumige Kapuze ihrer Jacke ragte über die Stuhllehne. Da hatte ich dann plötzlich die Vision, man könne Geranien dort, anstatt in Balkonkästen, hineinpflanzen. Leise flüsterte ich meiner Schwester die Idee zu.
Es folgte, wie zu erwarten, ein Gackern, verbunden mit, vor lautlosem Lachen, bebenden Schultern.
Als ich sah, was ich damit angerichtet hatte, war ich kaum noch zu bändigen. Mühsam suchte ich nach Fassung, bekam deswegen kaum Luft und kniff mir grunzend in die Hand. Der letzte Ausweg: ich dachte an mathematische Gleichungen, bis dann echte Tränen liefen.

Alles so dicht beieinander…












