
Schläft ein Lied in allen Dingen
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.
Joseph von Eichendorff
In diesem Fall
„Notbremse“ statt
Wünschelrute.

Über das Leben nachdenken und schreiben!

Schläft ein Lied in allen Dingen
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.
Joseph von Eichendorff
In diesem Fall
„Notbremse“ statt
Wünschelrute.
Darf ich vorstellen, das ist unser Kiezkater. Name: keine Ahnung. Er lebt seit Jahren in unserer Straße. Sucht sich seine Plätze in der Sonne, träge, sinnlich, satt. Diese ganze Großstadthektik, die manche Zeitgenoss:innen als Accessoire auch durch die Seitenstraßen schieben, die lässt ihn kalt. Er genießt es, gekrault zu werden. Man hält inne. Kommt zur Besinnung. Derzeit liegt er am liebsten auf einem Torpfeiler vorm Nachbarhaus. In stiller Schönheit ruhen, das reicht völlig.
Pass auf dich auf und bleib noch ein bisschen bei uns.
Ich habe mal gehört, dass das erste Tier, was man am Tag sieht, das persönliche Krafttier sein soll. Minimum für die nächsten 24 Stunden.
Also bei uns war es heute morgen um 6:00 Uhr dieses supersüße Rotkehlchen oder wie das einstige Kleinkind zu sagen pflegte: „Rotkeulchen“.
Naja jedenfalls verspricht dieses knuffige, sangesfreudige und ausgesprochen territoriale Tier: Verteidigung des Reviers. Was ich durchaus verstehen kann und insbesondere die Männchen bekämpfen ihre Gegner bis hin zum Umbringen. Da sage ich nur aus Erfahrung: „Lass mich und meinen Morgenkaffee aus der Siebträgermaschine in Ruh und genieß gefälligst die Stille.“ Außerdem sind Rotkehlchen gewitzt, anpassungsfähig und besonders kommunikativ.
Ach, Danke für diese Botschaft. Könnte echt schlimmer sein.
Ich frage mich seit 6:00 Uhr, warum ein Badezimmerspiegelproduzent den Namen SCHOCK trägt?
Wäre SCHICK nicht dem Verkauf förderlicher?
Ich bemerkte den Schriftzug schon vor einiger Zeit. Eigentlich eine tolle Marketing-Idee, dachte ich. Man ist geschockt, beim Anblick seiner Selbst, jedenfalls am frühen Morgen.
Oder ist es der Spiegel der Erkenntnis?
Dann rennt man sofort in den Drogerie-Markt und kauft sich teure Cremes in Tuben und Schatullen.
Oder lässt die Brille weg.
Oder macht das Bad neu!
Du bist ein Glas nutella, prominent im staubfreien Küchenschrank.
Fest verschlossen.
Weißer Deckel.
Schutzfolie.
Doch die Süße weicht in dieser Zeit dem
brackigen, bitteren Haselnussaroma.
Kippt um – unaufhaltsam.
Oh, Daumennagel, lass Luft unter die Folie.
Vernichte das Vakuum!
Lauchhauch aus dem Bauchschlauch
taucht fauchend – auch mit Rauch – im Strauch auf.

Schmauch!
& newwww yeeeaaaahhhhh…knttttttttttterrrrt kkknaaaaaaaaaallllllt…
so heißt es am Morgen danach,
den Müll des Vorjahres entsorgen,
auf den Straßen die Wunden versorgen,
für das kommende Jahr vorsorgen!
Sich umsorgen…
und …Bbbbbbnnnn die Trpppppppp heruuuuuuuunter…gefaaaaallllllen…
Kein Beinbruch, nur n Bänderriss.
Einer? Neee, drei bis vier…
Guter Start!
Ich bin mir fast sicher, dass ich mehr Genetik von Pflanzen haben, als bisher gedacht.
Seit ich das weiß, ziehe mich ab jetzt im November in die Erde zurück.
Ohne schlechtes Gewissen.
So ab März schaue ich dann mal nach dem Wetter.
Ich beschäftige mich derweil mit meinen Wurzeln, entspanne mich im Schlaf, ernähre mich flüssig, betrachte Erinnerungen, sortiere aus.
Herrlich!
Machen Kirchenglocken eigentlich einen Höllenlärm?
Könnte sein. Denn die Glocken sind möglicherweise so laut, damit die Anhänger:innen der christlichen Interpretation daran erinnert werden, dass die Hölle Einzug halten könnte.
Oder
Ist es vielleicht Heidenlärm? Dann ist es einfacher erklärbar, denn die Ungläubigen sollen ja bis ins Mark erschüttert werden.
„Dumme Heiden, Aufstehen! Nix Chillen Ey!“
Ach, was soll s, ich hab ohnehin schon Tinitus.
Eine
alte Schneeeule sitzt in einer
alten Discopalme.
Sie sprechen über
alte Zeiten.
Sie denken an
altes Gras.
Sie fühlen kein Alter.
Mensch
Alter!