Krafttier…

… heute eine Schnecke!

Botschaft: Entdeckung der Langsamkeit?

Sich nicht aufregen, sondern ins Haus verkriechen? Oder mit dem Haus unterwegs sein? Fühler vorsichtig ausstreckend?

Beides vielleicht? Dabei Spuren und keine Narben hinterlassen. Also bitte nix mit Blut oder Schleim. Kriechsohle? Hey, ich bin keine Schnecke. Eher das Gegenteil. Ich zwinge andere dazu, sich zunächst gegen ihren Willen, in Bewegung zu setzen. 

Sorry dafür!

Ich fahre die Fühler ein und schleiche jetzt   zum bosnischen Frühstück.

Ganz langsam!

Gestern…

…großer Gefangenenaustausch in die Freiheit. Mörder gegen Kritiker von Autokraten. War überall zu lesen, zu sehen, zu hören. Eine Agentengeschichte. Happy End für einige.

Wir haben uns dann auch ausgetauscht.

Eingesperrte Gefühle, verzerrte Wahrnehmungen, alles mal Tauschen.

Alle sollten das mal machen. Mit Worten, mit Liebe, in Taten… Also friedliche Taten und sich dabei in Stille austauschen.

Ist es eigentlich Faulheit…

… wenn ich in den Himmel – oder wie jetzt gerade auf dem Rücken liegend an die Zimmerdecke – starre/schaue/sehe?

Dabei auf Inspiration warte, also auf den einen Satz? Währenddessen meine Gedanken sortiere wie einst Aschenputtel: Gute ins Töpfchen und die schlechten in den Mülleimer?

Was mache ich aus den guten Gedanken an diesem Tag?

Nun weiß ich es: ich mache daraus einfach einen Kuchen. Bunt und mit viel Schokolade.

Viva la Vida!

Böse…

… Boomer*in.

Dabei bin ich das gar nicht. Also boomerisch. Aber nah dran. Ich will und kann nicht begreifen, dass ich älter werde. Und stelle fest, es ist wohl ab jetzt zunehmend mein Thema.

Ich hebe den Altersschnitt beim Festival im Park und senke ihn im Programmkino für arthouse-Filme wie gestern. Ich gehe im Schlafanzug zum Bäcker und verabrede mich mit E. zum „Drogenkonsum“. Unter uns, das Zeug war auch zu alt zum Wirken. Trage große Kopfhörer, höre Spotify und – versprochen – nicht nur die 80er, 90er und das Beste von heute. Wer denkt sich bloß so n Scheiß-Spruch aus?

Fühle mich so dazwischen und habe den Kipppunkt zur Lächerlichkeit noch nicht erreicht, vielleicht gibt es den ja auch nicht?

Vor dreißig Jahren sind wir in Lederjacken gegen Nazis auf die Straße gegangen. Wobei der Begriff Nazi sehr dehnbar war. Jeder systemkonforme Mensch konnte in dieser Kategorie landen. Nun ja, gemessen daran, fällt mein Umfeld auch unter dieses „naming“. Fast alle haben Eigentum und feste Jobs. Attribute des Erwachsenseins. Und trotzdem bin ich innerlich 17 Jahre, bin die beste Freundin der blauen Elise und der Muppets. Anarchie mit Furzkissen und Lachsack.

Omas & Opas gegen Rechts? Nein Danke! Ihr braucht einen anderen Namen.

Böse müsst ihr sein, ihr BOOMER. Anarchisten. Reißt die Infostände der AfD  bei der nächsten Wahl mit euren Rollatoren um, weil ihr zufällig das Gleichgewicht verloren habt. Das glaubt man doch sofort.

Schließt euch fest zusammen. Hat doch „68“ auch geklappt.

Und was ist mit mir? Ich bin halt dazwischen. Zu alt für den schwarzen Block und zu jung für Gehhilfen.

Aber Haltung zeigen. Das geht immer.

Gegen den langweiligen mainstream, tena,

Phlegma und Einfallslosigkeit.

Sowie endlosen Konsum.

Schöne Woche!

So ungefähr…

Ich fuhr am Samstag…

… nach Gießen!


In Gießen, der Stadt, da geht man gern spazieren,
Doch trotz Navi kann man sich leicht verlieren.
Die Straßen verwinkelt, die Wege verschlungen,
Man fragt sich oft, wo hat das angefangen?

Doch plötzlich, wie aus dem Nichts, ein Café,
Vegan und freundlich, das tut nicht weh.
Mit einer Freundin sitzt man dort und lacht,
Vergisst die Zeit, die Sorgen, die Nacht.

Die Tassen klirren, der Kaffee duftet fein,
Man fühlt sich wohl, hier kann man sein.
Die Welt da draußen, sie bleibt einfach stehen,
In Gießen kann man das Leben so sehen.


Unterwegs…

… in die Wildnis. Also Harz, ein Mittelgebirge in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und nicht weit von meinem ursprünglichen Nistkasten entfernt.

An alles hab ich gedacht, Mückenspray, Wasser, Sonnencreme und ganz extrem wichtig: Powerbank sowie das mittlerweile nabelgleiche Ladekabel nebst Kopf. Letzteres in ständiger Panik des Vergessens in die Tasche gestopft.

Jedoch, oh Schreck! Ich hab echt die überlebenswichtigen *Petitessen*  vergessen.

Streichhölzer und Taschenmesser.

Was, wenn mich dort in der Provinz gelebte Dystopie erwartet? Könnte ja sein. Und dann?

„Schönes WOCHENENDE“ sagt ChatGPT

Kopfzerbrechen…

… und Herzweh hinter Türen.

Auf der Suche nach Geschichten bin ich zu „Malka Mai“ von Mirjam Pressler  gekommen.

Nach langer Zeit hat mich kein Buch mehr so gefesselt, gebannt und emotional berührt. Es ist die Geschichte eines sieben Jahre alten, jüdischen Mädchens, das auf der Flucht vor den Deutschen in Polen während des 2. Weltkrieges – von Mutter und Schwester getrennt – jeden Tag um das eigene Überleben kämpft.

Verlassen.

Allein.

Hunger.

Kälte.

Erbarmungslosigkeit.

Traumatische Erlebnisse im Ghetto, auf der Straße. Immer in Lebensgefahr.

Ein Kind, ein Mädchen, sieben Jahre alt.

Ähnliches passiert auch jetzt jeden Tag, es spielt keine Rolle wo genau.

Es sind Kinderschicksale, die um uns herum passieren. Augen auf!

Mittsommer…

… 5 Frauen allein im Wald. Wir können Holzhacken, Feuermachen, Brot auf Stöcke flechten und ohne nennenswerte Kleidung baden.

Es war schön!

„… und warum?“…

… fragte mich mein Magen vorhin auf dem Heimweg, „warum hast du die zahllosen Eierlikörpralinen NACH dem Fischfilet mit Spargel, Zuckerschoten und Farfalle noch gegessen?“

Nun, die Antwort hätte mit der Ausrede lauten können, dass die Köstlichkeiten sonst verdorben wären, oder so.

Aber nein, der tatsächliche Grund ist: Ich darf soviele Eierlikörpralinen essen, wie ich will.

Weil ich es kann!

Gut, ne?!

S Läbbe ist zu kurz für Knäckebrot ❣️

Manchmal…

… zugegeben, in letzter Zeit öfter, möchte ich den Kopf aus dem Fenster halten, einen Zeigefinger  behutsam auf meine Lippen legen und ein schlichtes „Pssst“ verlauten lassen.

Und dann sollte es – nur einen kurzen Moment – still sein.

Einfach nur Ruhe.

Keine Totenstille, bewahre: Nein.

Sound of silence!