Auf Reisen…

… der Flughafen Frankfurt gehört am 27.10.24 mir. Nachts um 2:30 Uhr Winterzeit ist nichts los.

Bin schon lang nicht mehr geflogen und fühle mich wie eine Landpomeranze. Zum unterstreichen dieser Behauptung trage ich meinen orangen hoodie. Macht mich safe.

Fliege ich gern? Nun ja. Beim kleinsten Turbulenzchen krieg‘ ich die Panik.

Darüber hinaus bezweifle ich jedes Mal, dass ein schweres Konstrukt wie ein A320 abheben kann.

Tut er aber.

Jedes Mal bisher.

Ein Wunder, wunderbar…

Kalte Duschen…

… haben drive. Du weißt eigentlich was kommt, denn du hattest die Wahl an der Mischbatterie.  Love it, change it, leave it. Trotzdem erschrocken, fluchst du jetzt und bist beleidigt, weil die warme Dusche aus der Zeit vorher nicht mehr fließt.

Frierend stehst du nackt hinter der gläsernen Duschwand und fragst: „Willst du das so? Lässt du dir das gefallen?“

Nein!

Geh auf Anfang, schüttel dich, mach‘ Dampf unter die Kessel. Das Wasser könnte noch warm sein. Test it!

Der Winter schleicht schneidend ums Haus.

Aber: „… DU kommst hier net rain, Alda, noch nicht!“

P. S. Zur Erklärung, so fühlt man sich, wenn man aus transformatorischen Gründen in einen Job mit mehr Inhalt verpflanzt wird und am Ende weniger Netto vom Brutto bekommt.

Aber eigentlich wusste man es vorher.

P. P. S. Bin gerade nicht soooo gut gelaunt.

Hey Leute…

…es ist verdammt frisch heute

und ich trug kurze Kleider.

Nach unten hin zog s winterlich –

man kann dann sagen „leider“.

Da frug ich mich so innerlich:

„Oh Frühlingständelei, du liebe Zeit,

komm schnell, ich stünde schon bereit!“

Hejo, spann den Wagen an, denn der Wind treibt Regen übers Land…

Kennste…

… Eiswein? Leider wird es schon wieder Herbst, deshalb ein paar Erntegedanken.

Also, ich mag ja keinen Prosecco, Sekt, Champagner & Co.

Mineralwasser? Nein, auch nicht. Mein organischer Median kommuniziert umgehend verlautbar.

Angeblich soll der Entdecker des Champagners, ein Benediktiner Mönch namens Dom Perignon, gesagt haben: „Brüder kommt schnell, ich trinke Sterne.“

Bei mir klingt es eher wie: „Liebling, ich höre die Ringe um Saturn.“

Deshalb bin ich auf Retard-Genüsse umgestiegen. Nicht schnell und vergänglich, sondern langsam aber gewaltig. Rotwein! Und Eiswein im Besonderen.

Er ist wie das Leben selbst, erst wenn der Frost kommt, entstehen Süße und Reife. Genese erst, wenn die Kälte überstanden ist.

By the way, es gibt auch roten Eiswein!

Man lasse sich diese Aromen mal auf der Zunge zergehen:

Zart nach Dörrzwetschken und Quittengelee, eingelegte rote Kirschen, feiner Honigtouch. Saftig, gut eingebundene Süße, zart nach Erdbeerkonfitüre, bleibt haften, zart erdig-würzig im Abgang.“

Quelle: vinothek Bauer

Kein Eiswein – Sommerwein in Montpellier 🇫🇷😎

Und dann war da…

…noch, in einem  linksgrünversifften Stadtteil der sich gentrifizierendenen Großstadt, ein Wochenmarkt. Ein Magnet für die insta-familys. Sehen und gesehen werden.

Immer an Samstagen fräsen sich dann Autos, große Autos, durch pitoreske Straßen und suchen Parkplätze. Freilich in Konkurrenz mit Scootern, Lastenrädern, vielen Lastenrädern. Und es zeigt sich, wie die weltoffene community mit dem Rest umgeht. Heute: der Radler auf dem edlen bike mit Hipster-Bart & Glatze, vielen Tattoos und Statement-Shirt trifft einen alten Menschen mit Rollator auf seinem Radweg an.

Und da sich das nicht ziemt, muss man, mangels Hupe, eben klingeln. Laut klingeln und das, obwohl ausreichend Platz zum Überholen vorhanden ist.

Man wird ja sonst nicht bemerkt.

Und das wäre schon nicht nur nicht nice, sondern echt weird.

Echt krass.

Kurz vor…

… dem lang geplanten Urlaub am Meer wird es Zeit, zu schauen: wie geht’s mir? Mal überlegen…

Alte Fregatte sucht Hafen?

In die Jahre gekommene Kogge fleht um geistige Ladung zum späteren Löschen?

Eleganter Schoner bittet um Zugang in Premiumwerft?

Knorren finde ich ja auch toll. Haben mit den Wikingern England erobert.

Oder bin ich mittlerweile ein Einbaum?

Es ist so, während fast zwei Jahren stürmischer See, unterbrochen von langen Flauten, bin ich nun ohne nennenswerte Ladung im mentalen Raum, auf der Suche nach Inspiration, neuen Gedanken, schönen Bildern.

Ich lasse mich treiben! Mit der Galionsfigur am Bugspriet vorwärts zu neuen Ufern.

😍

Ach Christian L…

… du bist mein Held, das muss hier mal festgehalten werden. Wir sind ja unter uns.

Du und deine Kumpels, ihr seid der Traum meiner schlaflosen Nächte. Ich fühle Sehnsucht und ein tiefes Begehren. Christian, ich will dich. Ich will dich fesseln und auf dem heißen Pflaster meiner Großstadt festkleben.

Aber nicht in einer Fußgängerzone, die sind ja auch sowas von überflüssig, nein. Ich möchte gern dein (k) nackiges Hinterteil an einem Samstag auf einer flächenversiegelten, aus Verdichtung entstandenen Zufahrtsstraße, die ins kochendheiße Stadtzentrum führt, fixieren. Rechts und links kannst du auf parkende SUV mit laufenden  Klimaanlagen schauen und desweiteren dem munteren Suchen nach Stellplätzen der anderen Verbrenner beiwohnen. Niemand stört dich. Keine Radwege weit und breit. Fährt auch niemand. Braucht man auch nicht. Da bin ich ganz deiner Meinung.

Und weil du ja bereits im *Bonding* bist und bestimmt schon ganz high von den Abgasen, würde ich dich gern mit den überflüssigen  Verkehrsschildern „Tempo 120“ vermöbeln. Da du auf dem Hintern klebst, gibt es halt rechts und links an die Backen.

Komm schon Krischan, da stehste doch drauf.

Was ein Spaß! Lass uns anfangen. Mir ist schon ganz heiß.

Krafttier…

… heute eine Schnecke!

Botschaft: Entdeckung der Langsamkeit?

Sich nicht aufregen, sondern ins Haus verkriechen? Oder mit dem Haus unterwegs sein? Fühler vorsichtig ausstreckend?

Beides vielleicht? Dabei Spuren und keine Narben hinterlassen. Also bitte nix mit Blut oder Schleim. Kriechsohle? Hey, ich bin keine Schnecke. Eher das Gegenteil. Ich zwinge andere dazu, sich zunächst gegen ihren Willen, in Bewegung zu setzen. 

Sorry dafür!

Ich fahre die Fühler ein und schleiche jetzt   zum bosnischen Frühstück.

Ganz langsam!

Gestern…

…großer Gefangenenaustausch in die Freiheit. Mörder gegen Kritiker von Autokraten. War überall zu lesen, zu sehen, zu hören. Eine Agentengeschichte. Happy End für einige.

Wir haben uns dann auch ausgetauscht.

Eingesperrte Gefühle, verzerrte Wahrnehmungen, alles mal Tauschen.

Alle sollten das mal machen. Mit Worten, mit Liebe, in Taten… Also friedliche Taten und sich dabei in Stille austauschen.

Ist es eigentlich Faulheit…

… wenn ich in den Himmel – oder wie jetzt gerade auf dem Rücken liegend an die Zimmerdecke – starre/schaue/sehe?

Dabei auf Inspiration warte, also auf den einen Satz? Währenddessen meine Gedanken sortiere wie einst Aschenputtel: Gute ins Töpfchen und die schlechten in den Mülleimer?

Was mache ich aus den guten Gedanken an diesem Tag?

Nun weiß ich es: ich mache daraus einfach einen Kuchen. Bunt und mit viel Schokolade.

Viva la Vida!